Kategorie: Welt der Weine

Aug
22
2014

Die Welt der Weine aus Jurysicht

Kategorien: Aktuelles, Welt der Weine

Wer betitelt einen Wein? Woher kommen die Zertifikate? Wieso werden Weine überhaupt verkostet?

Fragen über Fragen. Unser Sommelier Marco Feger war vor einigen Wochen wieder einmal in Sachen Wein unterwegs. Dieses Mal als Jurymitglied der „Mondial du Chasselas“ in Lausanne, während der rund 60 Verkoster aus Europa und Kanada in zwei Tagen über 600 Weine aus aller Welt testen und anschließend bewerten.

Jedes Verkosterteam hatte die Aufgabe täglich drei Serien mit ca. zehn bis zwölf nationalen wie internationalen Weinen zu beurteilen.

Die drei Serien teilten sich wie folgt auf:

  • Aktueller Jahrgang trocken
  • Gereiftere Jahrgänge
  • Restsüße Weine aus aktuellem Jahrgang

Zu ermitteln galt es den Gewinner, der von der Jury den internationalen Preis für Weine aus der Chasselas-Traube (zu Deutsch: Gutedel) verliehen bekam

„In solchen Fällen bewertet die Jury nach verschiedenen Merkmalen wie Optik, Aromatik und Geschmack“, so Juror Marco Feger.

Erst die Arbeit dann das Vergnügen

Nach dieser Devise gab es während der beiden Tage, im Anschluss an die Bewertungsrunden, auch noch ein interessantes Rahmenprogramm. Unser Sommelier Marco war begeistert von der Besichtigung des Weingutes „Domaine de Autecour“ in Mont-sur-Rolle, einer kleinen Gemeinde im Schweizer Kanton Waadt. Während der Verkostung von Chasselas-Weinen, deren Jahrgänge von 1971 bis 2013 reichten, erkannte er ein enormes Alterungspotenzial der Chasselas-Weine, die in Deutschland eher als „leichte Weinsorte“ verkauft werden.

Ein weiteres Highlight des Rahmenprogramms war die Besichtigung des Weinbergs „Vigne du Monde“. Interessanterweise wird in diesem Weinberg Jahr für Jahr eine landestypische Rebsorte aus anderen Ländern gepflanzt. Das Gut keltert aus diesen verschiedenen Rebsorten den gleichnamigen Wein „Vigne du Monde“, was so viel bedeutet wie „Weinberg der Welt“.

In dieser herrlichen Lage ließen die Jurymitglieder bei einem gemeinsamen Abendessen am Ufer des Genfer Sees den Abend ausklingen. Sicherlich bei einem guten Gläschen Wein.

Wir haben nachgefragt:

Sommelier Marco Feger hat während diesen beiden Tagen sein Fachwissen über das Weinland Schweiz erweitern können und neue Entdeckungen hinsichtlich der Chasselas-Weinen machen können. „Solche Erfahrungen bereichern ungemein – man hat die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und die Alten zu vertiefen.“

 

 

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Jun
13
2014

Schloss Halbturn – Barockbau und Premiumweine

Kategorien: Aktuelles, Welt der Weine

Die wärmeren Monate des Jahres halten Einzug, die Saison des Reisens hat begonnen. Auch Sommelier Marco Feger hat in diesem Jahr bereits eine Weinreise nach Österreich unternommen. Die Sonnenstunden in den Weinbergen lassen sein Sommelier-Herz höher schlagen und so ging die Reise bei schönem Wetter zum Schloss Halbturn mit dem gleichnamigen Weingut. Der Barockbau aus dem 17. Jahrhundert ist von 3.500 Hektar Ländereien umgeben und reicht vom äußersten Zipfel des Burgenlandes bis hin an die ungarische Grenze.

Hier erfuhren unser Sommelier und seine Kollegen mehr über die Philosophie der Erzeuger und Ihrer Weine.

Die Erkundung des Gutes begann auf dem Jungenberg, dem Stolz des Weinguts. Auf diesen acht Hektar wachsen die Spitzenweine des Weingutes. Hier hat der Top-Cuveé aus Cabernet franc und Merlot seinen Ursprung, Impérial sowie die reinsortigen Weine aus Pinot Noir, Blaufränkisch und natürlich Cabernet franc werden ebenfalls aus dem kostbaren Rebensaft gewonnen.

Weiterer Bestandteil der Ländereien ist der Wittmanshof, der mit seinen 42 Hektar die größte Monopollage Österreichs ist. Dieser Teil des Weingutes wurde 2001 nahezu komplett gerodet und neu angelegt.

Auf den Schotterwegen zwischen Weingut und Wittmannshof tummelt sich Wild, weshalb die Habsburger im 17. Jahrhundert hier Ihre Jagdresidenz errichteten.

Nach dem Kennenlernen des Weingutes wurde die Kellerei erkundet und mehr über die Philosophie der Weinbereitung erfahren. Nach der Lese werden die Trauben in Kühl-LKWs zum Schloss gebracht und bei 4°C gelagert. Die strengen Kontrollen überstehen ausschließlich gesunde und ausreichend große Beeren. Je nach Wein wandern diese in Holz- bzw. Stahl-Gärständer, um die Gärung einzuläuten.  Diese läuft ausschließlich mittels Hefen, die aus den Weinbergen mitgebracht werden.

Zum Reifen werden die Weine anschließend in Stahltanks oder Barriquefässern aus französischer Eiche gegeben. Die Kathedrale eines jeden Weingutes, der Barriquekeller, teilt sich in zwei ausladende Räume. Mit den von der Decke hängenden Kronleuchtern herrscht eine magische Stimmung, der Duft lässt erahnen, welche kostbaren Schätze hier reifen.

Während einer Rebsortenprobe aus drei verschiedenen Jahrgängen erschmeckte Sommelier Marco Feger mit allen Sinnen die spezifischen Unterschiede von 2008 bis 2010.

Im Anschluss fand noch eine Fassprobe des 2012 Schloss Halbturn Blaufränkisch, der Premiumlinie statt. Hier erläuterte der Geschäftsführer des Gutes die Idee des Weingutes: Es sollen speziell den Gastronomie-Bedürfnissen entsprechend Weine mit Jahrgangstiefe geboten werden, die auch noch nach einigen Jahren problemlos nachgekauft werden können. Dies entspricht den Wünschen eines jeden Sommeliers, da anderenfalls die Lagerung eines größeren Bestandes in den Häusern oft gar nicht möglich ist.

Wir haben nachgefragt:
Unser Sommelier ist von den Besonderheiten, die dieses Weingut im Gegensatz zu anderen zu bieten hat überzeugt. Hierzu zählt der Ausbau in Barriquefässern von drei verschiedenen Herstellern, dadurch entstehen verschiedene Geschmacksausprägungen der Charge und mehr Möglichkeiten bei der Cuveetierung. Auch die Verfügbarkeit von bis zu 5 Jahrgängen pro Sorte ist eher unüblich und für Gastronomen von Vorteil. Somit können Weine derselben Sorte, aber mit ausgewogener Jahrgangstiefe auf der Karte präsentiert werden. Des Weiteren wird der Wein in 3 Segmente aufgeteilt. Koenigsegg, Imperial und Schloss Halbturn. Diese Unterteilung lässt vom Einstiegssegmet mit Classic und Premium über Cuveés nach französischem Vorbild bis hin zu den Top-weinen aus der Toplage Jungenberg viele Kennerherzen höher schlagen.

Besonders beeindruckend war die Weitläufigkeit der Anlage des Schlosses mit seinen 3.5000 Hektar Ländereien.  Auch die Verwendung verschiedener Fasshersteller und die dadurch entstandenen Möglichkeiten für die Cuveétierung sind als Besonderheit anzusehen, wie auch das Konzept des Weingutes hinsichtlich seiner Qualität und die speziell auf die Gastronomie ausgerichtete Weinbereitung.

Wenn nun auch Sie gerne den einen oder anderen Wein des Gutes Halbturn kosten möchten, freut sich Marco Feger Sie beraten zu dürfen. Denn auch der Öschberghof hat einige Weine auf der Karte, ob Sie Rot oder Weiß bevorzugen, Cuveé oder Blaufränkisch, unser Marco berät Sie sehr gerne.

 

 

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